Twitterlesung in Hamburg
Donnerstag, 22. Januar 2009
Über 100 Zwonull-Geeks sitzen in einem Raum und lesen Textfragmente auf 140-Zeichen-Basis, ganz ohne Multimediagehampel. Man kennt Vergleichbares höchstens von Poetry-Slams, die ich mir immer wieder gerne in Bonn zu Gemüte führe. Die Frage nach einem Livestream von der Lesung wurde am Anfang doch sehr laut, weswegen ich mir einen 8bit-Rickroll nicht verkneifen konnte und wollte.^^ Twitterlesungen wird es in nächster Zeit wohl zuhauf geben, nicht zuletzt wegen der vermehrten Vermainstreamung (geiler Anglizismus!) von Twitter im HeuteJournal oder bei Neues. Jeder will jetzt Twitter, keiner braucht Twitter, ich geb euch nur soviel Twitter bis ihr euren Job kündigt und Vollzeittweeting macht. Ihr könnt es euch aussuchen: ihr spielt WoW und teilt euch die Charakterentwicklung zeitlich mit eurem Lebenspartner ein oder ihr kommuniziert in dunklen Räumen zu Hause und manchmal zusammen mit Gleichgesinnten in dunklen Hallen. Wie ihr es auch macht, das Leben ist versaut.

